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Mieten oder kaufen in der Schweiz: Was rechnet sich wirklich?

Der ewige Vergleich: Mieten oder kaufen? In der Schweiz ist die Antwort komplizierter als anderswo.

Redaktion umzugsfirma-buchen.blog 17. April 2026 8 Min. Lesezeit

In der Schweiz mieten über 60% der Bevölkerung — das ist einer der höchsten Mieteranteile weltweit. Aber ist das wirklich schlauer als kaufen? Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab.

Die Grundrechnung

Ein Beispiel: Eine 4-Zimmer-Wohnung in Winterthur.

  • Miete: CHF 2'200 pro Monat = CHF 26'400 pro Jahr
  • Kaufpreis Eigentumswohnung: CHF 850'000
  • Eigenkapital nötig (20%): CHF 170'000
  • Hypothek: CHF 680'000 zu 1.8% = CHF 12'240 Zinsen pro Jahr
  • Unterhaltskosten (1% vom Kaufpreis): CHF 8'500 pro Jahr
  • Gesamtkosten Eigentum: ca. CHF 20'740 pro Jahr (ohne Amortisation)

Auf den ersten Blick ist Eigentum günstiger. Aber: Die CHF 170'000 Eigenkapital könnten anders investiert werden — mit einer durchschnittlichen Rendite von 4-6% pro Jahr wären das CHF 6'800 bis CHF 10'200 Opportunitätskosten. Damit relativiert sich der Vorteil.

Vorteile des Mietens

  • Flexibilität: Du kannst jederzeit umziehen (mit Kündigungsfrist)
  • Kein Kapital gebunden
  • Kein Risiko bei Immobilienwert-Senkung
  • Reparaturen und Unterhalt sind Sache des Vermieters

Vorteile des Kaufens

  • Vermögensaufbau: Amortisation baut Eigenkapital auf
  • Steuerliche Vorteile: Hypothekarzinsen sind steuerlich abzugsfähig
  • Langfristig: Bei stabilen oder steigenden Immobilienpreisen ein gutes Investment
  • Freiheit: Du entscheidest selbst über Renovationen

Die Schweizer Realität

Kaufen ist in der Schweiz teuer — die Immobilienpreise liegen im internationalen Vergleich sehr hoch. Für den Durchschnittsverdiener (CHF 80'000 brutto) ist der Kauf einer Wohnung in Zürich, Genf oder Zug oft nicht realistisch. In ländlicheren Regionen (Solothurn, Thurgau, Wallis) sieht die Rechnung anders aus.