Ihr habt euch entschieden, zusammenzuziehen — herzlichen Glückwunsch! Jetzt beginnt der praktische Teil: Wer kündigt wo? Was kommt mit? Wer steht im Mietvertrag? Und wie vermeidet ihr, dass der Umzug zur Beziehungsprobe wird?
Mietvertrag: Beide unterschreiben
Am sichersten ist es, wenn beide Partner im Mietvertrag stehen. Das bedeutet Solidarhaftung (beide haften für die volle Miete), gibt aber auch beiden gleiche Rechte. Bei einer Trennung kann keiner einfach den anderen vor die Tür setzen.
Möbel zusammenlegen
Zwei Haushalte in einen: Da gibt es doppelte Sofas, doppelte Küchentische, doppelte Staubsauger. Macht frühzeitig Inventar und entscheidet gemeinsam, was bleibt und was geht. Tipp: Verkauft überschüssige Möbel auf Ricardo und nutzt den Erlös für gemeinsame Anschaffungen.
Finanzen klären
- Gemeinsames Konto für Miete und Haushalt?
- Miete 50/50 oder nach Einkommen gewichtet?
- Wer zahlt für welche Anschaffungen?
- Was passiert mit eingebrachten Möbeln bei einer Trennung?
Diese Fragen klingen unromantisch, sparen aber später viel Ärger. Ein kurzer schriftlicher Zusatz (kein notarieller Vertrag nötig) über die Aufteilung ist sinnvoll.
Versicherungen anpassen
Zwei separate Hausratsversicherungen werden zu einer gemeinsamen (günstiger). Haftpflichtversicherung: Viele Policen decken Konkubinatspartner mit. Prüfe die Konditionen und passe an.
Der Umzug selbst
Zusammenziehen ist logistisch einfacher als ein normaler Umzug, weil einer schon in der Wohnung ist und der andere nur «dazu zieht». Aber: Unterschätze nicht den Aufwand, Keller zu räumen, Möbel auszutauschen und die Wohnung für zwei Personen einzurichten.
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