Ein Umzug über mehr als 150 Kilometer — von der deutschen in die französische Schweiz, vom Mittelland ins Tessin oder von Schaffhausen nach Genf — hat andere Anforderungen als ein lokaler Umzug. Die Logistik ist komplexer, die Kosten höher, und die Planung muss früher beginnen.
Was ist ein Fernumzug?
Es gibt keine offizielle Definition, ab wann ein Umzug als «Fern» gilt. In der Praxis sprechen Umzugsunternehmen ab ca. 80 bis 100 km von einem Fernumzug — weil dann die Fahrzeit und Rückfahrt des Fahrzeugs stark ins Gewicht fallen. Ab 200 km ist es klar ein Fernumzug mit entsprechenden Preisen.
Typische Kosten
- 3-Zimmer-Wohnung, 100 bis 200 km: CHF 2'500 bis CHF 4'000
- 3-Zimmer-Wohnung, 200 bis 400 km: CHF 3'500 bis CHF 5'500
- Grosser Haushalt (5+ Zimmer), weit: CHF 6'000 bis CHF 10'000
Woraus setzen sich die Kosten zusammen?
- Lastwagen miete + Fahrtzeit (hin und zurück)
- Personalkosten (Fahrer + 2-3 Träger)
- Allfällige Übernachtungskosten (bei sehr weiten Umzügen)
- Mautgebühren (Autobahnvignette, eventuell LSVA)
Besonderheiten beim Fernumzug
Bei einem Fernumzug ist oft ein zweiter Lastwagen nötig, oder das Haus wird in zwei Etappen geladen und geliefert. Manche Firmen bieten auch Container-Lösungen an: Dein Hausrat wird in einen Container gepackt, der dann separat transportiert wird. Das kann günstiger sein, dauert aber länger.
Übernachtung und Zwischenlagerung
Bei sehr weiten Umzügen (z.B. Genf nach St. Gallen, ca. 4 Stunden Fahrt) kann das Umzugsteam nicht am gleichen Tag zurückfahren. Entweder zahlt der Kunde die Übernachtung des Teams (CHF 200 bis CHF 400), oder der Umzug wird auf 2 Tage verteilt. Alternativ: Möbel zwischenzulagern und in 2 Etappen zu transportieren.
Früh buchen ist noch wichtiger
Nicht alle Firmen machen Fernumzüge. Solche, die es tun, haben für Ferntermine eine begrenzte Kapazität. 3 Monate Vorlaufzeit sind bei Fernumzügen keine Übertreibung.
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