Im internationalen Vergleich bietet die Schweiz einen guten Mieterschutz — besser als die USA oder Grossbritannien, vergleichbar mit Deutschland und Österreich. Aber nicht alle Schutzmechanismen sind gleich stark.
Starker Schutz
- Kündigungsschutz: Missbräuchliche Kündigungen können angefochten werden. Erstreckung bis zu 4 Jahre möglich.
- Mietzinsskontrolle: Mieten müssen auf Kostenbasis kalkuliert sein. Der Referenzzinssatz reguliert Anpassungen.
- Schlichtungsstellen: Kostenlose erste Instanz bei allen Mietstreitigkeiten.
- Paritätische Lebensdauertabelle: Faire Schadenberechnung bei Auszug.
Schwächerer Schutz
- Mietpreisbremse: Es gibt keine generelle Mietpreisbremse. Anfangsmieten können zwar angefochten werden, aber nur innerhalb von 30 Tagen.
- Wohnungsmarkt-Regulierung: In vielen Kantonen fehlt eine aktive Regulierung des Wohnungsmarkts.
- Diskriminierungsschutz: Schwer durchzusetzen bei der Wohnungsvergabe.
Was du aktiv tun kannst
- Mieterverband beitreten (CHF 50-120/Jahr — lohnt sich sofort bei Problemen)
- Rechte kennen (dieser Blog hilft dabei)
- Bei jedem Einzug ein Protokoll erstellen
- Bei jedem Auszug die Kaution einfordern
- Referenzzinssatz regelmässig prüfen
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