In der Schweiz gibt es rund 150'000 Genossenschaftswohnungen — ein bedeutender Teil des Wohnungsmarktes. Genossenschaften verfolgen das Prinzip der Kostenmiete: Du zahlst nur, was die Wohnung effektiv kostet. Das macht Genossenschaftswohnungen 20 bis 30% günstiger als vergleichbare Wohnungen auf dem freien Markt.
Wie funktioniert eine Genossenschaft?
Du kaufst Genossenschaftsanteile (typisch CHF 5'000 bis CHF 30'000) und wirst Mitglied. Dafür erhältst du ein Wohnrecht — keine Eigentumsrechte an der Wohnung selbst. Die Anteile bekommst du beim Auszug zurück (ohne Wertsteigerung).
Vorteile
- Günstigere Miete (Kostenmiete)
- Langfristige Wohnsicherheit (kaum Kündigungen)
- Mitspracherecht (Genossenschaftsversammlungen)
- Oft gute Wohnqualität und soziale Durchmischung
Nachteile
- Anteilsschein bindet Kapital
- Wartelisten können lang sein (in Zürich: 2 bis 5 Jahre)
- Mitsprache bedeutet auch Mitverantwortung
- Kein Profit bei Wertsteigerung (kein Eigentum)
Wie komme ich rein?
- Auf die Warteliste der gewünschten Genossenschaft setzen lassen
- Sich als zukünftiges Mitglied registrieren
- Geduld: Die Wartezeit in Zürich oder Genf beträgt oft 3 bis 7 Jahre
- Netzwerken: Empfehlungen durch bestehende Mitglieder helfen
Bekannte Genossenschaften in der Schweiz
- ABZ (Allgemeine Baugenossenschaft Zürich)
- Baugenossenschaft mehr als wohnen (Zürich)
- Wogeno (Zürich, Bern)
- ASIG (Genossenschaft Selbstverwalteter Häuser, Bern)
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